Darum Kaffeesatz – Kreislauf Nährstoff quasi in aller Munde

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Inhaltstoffe nach Anteil und Verwendungsmöglichkeiten
Inhaltstoffe nach Anteil und Verwendungsmöglichkeiten

(Weitere konkrete Verwertungsmöglichkeiten, Studien und Statistiken finden sich in anderen Beiträgen)

Kaffeesatz wird weitgehend als Abfall behandelt.

Fazit:
Viel Material (ca. 500.000 Tonnen pro Jahr in D), das bisher meißt als Abfall gesehen wird. Das ist eine Menge die wirtschaftlich interessant/relevant ist. Viele bekannte Verwertungsmöglichkeiten sind bekannt aber noch nicht im großen Maßstab genutzt. Kaffee als Alltagsprodukt hat hohes Aktivierungspoztenzial um zirkuläres Denken und Handeln tatsächlich umzusetzen.

Mit ca. 500.000 Tonnen an Kaffee die jährlich alleine in Deutschland verbraucht werden, fallen davon kontinuierlich enorme Mengen an.

Kaffee als Material wird mit viel Aufwand angebaut, transportiert und verarbeitet. Nach der Kaffeezubereitung als primärer Nutzung bleibt mit dem Kaffeesatz ein  biologischen Material „übrig“, das unterschiedlichste, verwertbare Inhaltsstoff hat.

Ganz im Sinne von zirkulärem wirtschaften sind recht viele und sehr unterschiedliche Verwertungsmöglichkeiten bekannt und werden in kleinem Maßstab realisiert. Jedoch sind die Möglichkeiten anscheinend noch nicht einmal nennenswert genutzt.

Als Alltagsprodukt mit dem jeder recht unmittelbar in Kontakt kommt hat Kaffeesatz ein hohes Aktivierungspotenzial, wenn es darum geht Nutzungspotenziale im Sinne ökologischem Nachhaltigkeit durch zurkuläres Denken und Handeln zu erschliessen.

Ausserdem fällt es in einer Menge an, die auch wirtschaftlich interessant ist. Als Beispiel sei hier kompostierbarer Biokunststoff genannt. Jedes eingesetzte Kilogramm an Kaffeesatz, welches für einen solchen Kunststoff eingestetzt wird, erstetzt einen Rohstoff der oft extra für diesen Zweck angebaut wird. Damit kann dies im Thema Biokunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen die Thematik der der Nutzung limitierter landwirtschaftlicher Flächen in Konkurrenz zum Anbau von Lebensmitteln entzerren bzw. verbessern kann.

Hierbei besteht die reelle Chance, dass das Material, der Rohstoff, oder zirkulär gesprochen der Nährstoff mit gesteigertem Bewußtssein der Möglichkeiten in Kombination mit wachsender Verfügbarkeit für nachfolgende Wertschöpfungsstufen auch immer mehr Verwendung finden wird.

Idee ist mit dieser Initiative das Bewußtsein über die möglichen Verwendungen auf breiter Front zu entwickeln und damit die Kreativität bzw. die Aktivitäten gezielt Lösungen für konkrete Einsatzsfälle zu aktivieren

Insofern ist ein Netzwerk aus Forschung, Industrie bzw. Gewerbe, Instutitionen  und auch Einzelpersonen (Konsumenten) plausibel, um eine Eigendynamik bei der Verfügbarkeit und den Verwertungslösungen in Gang zu bringen.